Was schützt mich?

Jeder von uns – geben wir es zu – träumt davon, einfach aufzusteigen und loszufahren. Sonne. Kurven. Freiheit.

Und gerade am Anfang denkt man oft: „Ach, die paar Kilometer gehen auch ohne komplette Ausrüstung.“ Die meisten Motorradfahrer hatten diesen Gedanken schon einmal.

Die Straße leider auch. Und die ist deutlich härter als Freiheit.

Ein Hoodie schützt kaum. Normale Jeans reißen oft schneller, als viele glauben.
Und Haut verliert immer gegen Asphalt.

Deshalb tragen erfahrene Fahrer immer Schutzkleidung. Nicht weil sie besonders cool aussehen wollen. Nicht, weil es irgendjemand vorschreibt.
Und ganz sicher nicht, weil sie anderen etwas beweisen möchten.

Sondern weil sie wissen, was passieren kann.

Warum Schutzkleidung?

Am besten schützt nach wie vor gutes Motorradleder. Nicht umsonst fahren Rennfahrer seit Jahrzehnten in Lederkombis.

Auch moderne Kevlar- und Aramidgewebe bieten einen sehr guten Abriebschutz und sind oft angenehmer im Alltag.

Denn schon bei niedrigen Geschwindigkeiten rutscht man erstaunlich weit über den Asphalt. Ein Turnschuh oder normale Freizeitkleidung sind dabei oft schneller durchgeschliffen, als man denkt. Danach kommt nichts mehr zwischen Straße und Körper.

🎥 Schutzkleidung – warum

 

Der Helm

Der Helm ist die einzige Schutzkleidung, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Aber ganz ehrlich:

Die meisten Motorradfahrer tragen ihn nicht wegen des Gesetzes. Sondern weil sie ihren Kopf behalten möchten.

Ein guter Helm muss nicht der teuerste sein. Wichtiger ist, dass er richtig sitzt, nicht drückt, ein gutes Sichtfeld bietet und ihr euch darin wohlfühlt.

Denn der beste Helm nützt wenig, wenn er zuhause liegt oder zu locker sitzt.

🎥 10 Tipps zur richtigen Passform beim Motorradhelm

 

Leder, Aramid & Motorradhoodies

Moderne Motorradhoodies mit Aramid- oder Kevlar-Verstärkungen können für viele Fahrer eine interessante Alternative zur klassischen Motorradjacke sein.

Gerade im Sommer, im Stadtverkehr oder auf kürzeren Strecken sind sie oft angenehmer zu tragen und bieten deutlich mehr Schutz als normale Freizeitkleidung.

Trotzdem sollte man ihre Grenzen kennen.

Ein Hoodie sitzt meist lockerer als eine Motorradjacke. Bei einem Sturz kann er leichter hochrutschen und Bereiche freilegen, die eigentlich geschützt sein sollten.

Deshalb lohnt es sich, auf einen guten Sitz, Verbindungsösen oder entsprechende Befestigungsmöglichkeiten zu achten.

Wie bei jeder Schutzkleidung gilt: Nicht das Aussehen schützt. Entscheidend ist, wie gut die Kleidung sitzt, wie sie verarbeitet ist und wie sie im Ernstfall funktioniert.

Motorradhoodies sind in jedem Fall deutlich besser als ein normaler Kapuzenpulli.

Sie ersetzen aber nicht automatisch die Vorteile einer gut sitzenden Motorradjacke oder Lederkombi, wenn man sie nicht zum Beispiel über einer Protektorenjacke trägt

🎥 10 Tipps zur richtigen Passform bei Motorradkleidung

Handschuhe und Stiefel

Wer einmal gesehen hat, wie Menschen bei einem Sturz instinktiv die Hände nach vorne nehmen, versteht sofort, warum Handschuhe so wichtig sind.

Genauso werden Füße und Knöchel bei Umfallern oder Stürzen erstaunlich oft verletzt.

Deshalb gehören gute Motorradhandschuhe und stabile Stiefel für viele erfahrene Fahrer ganz selbstverständlich zur Ausrüstung dazu

 

Protektoren sind keine Dekoration

Während Leder und Spezialgewebe vor Abrieb schützen, sollen Protektoren die Aufprallenergie reduzieren.

Es gibt unterschiedliche Schutzklassen und Systeme. Informiert euch, lasst euch beraten und schaut, was zu euch passt.

Vom klassischen Schulter-, Ellbogen- und Rückenprotektor bis hin zu modernen Protektorenwesten bzw.-jacken aus dem Offroadbereich gibt es heute viele Möglichkeiten.

Ihr habt nur diesen einen Körper. Ein Ersatzteillager gibt es nicht.

🎥 Die wichtigsten Protektoren für Motorradfahrer

Regen gehört dazu

Regenkleidung braucht man nicht jeden Tag.

Aber wenn ihr einmal mehrere Stunden in nasser Kleidung unterwegs wart, versteht ihr schnell, warum man immer auf längeren Touren ein Regenzeug dabeihaben sollte.

Man kühlt schneller aus, als man glaubt. Und nasse Ledersachen fühlen sich ganz furchtbar an.  Und aus einer schönen Tour wird plötzlich ein langer Tag.

Ganz abgesehen davon, wie lange Leder anschließend zum Trocknen braucht und wie viel Pflege es danach wieder benötigt.

🎥 Regenkombi – warum Basics

 

Ride Safe. ..

Und wie wir bei uns gern sagen: Nie schneller, als dein Schutzengel fliegt