MEIN BIKE IST MEIN PARTNER
Sommer wie Winter

Es tanzt mit uns durch die Kurven, trägt uns Kilometer um Kilometer die Pässe hinauf, saust mit uns über die Autobahn oder quält sich durch den Stadtverkehr – wann immer uns danach ist.
Doch so zuverlässig wie es für uns da ist, sollten auch wir für unser Bike da sein. Ein wenig Aufmerksamkeit, regelmäßige Pflege und ein kurzer Blick auf die wichtigen Dinge sorgen dafür, dass aus Vertrauen keine Überraschung wird.
Was unser Partner Motorrad während des Sommers braucht und wie wir ihn auf seinen Winterschlaf vorbereiten, haben wir hier für euch zusammengetragen.
🏍️🎥 Motorrad RICHTIG waschen – so geht’s! HOW TO
Motorradwäsche – sauber ja, aber mit Gefühl
Eine Motorradwäsche ist mehr als nur Kosmetik. Beim Putzen fallen oft Dinge auf, die man sonst übersieht: lockere Schrauben, kleine Roststellen oder beschädigte Leitungen.
Ein paar Dinge solltest du dabei beachten:
- Arbeite möglichst mit sauberem Wasser. Wer sein Motorrad mit einem Eimer voll Schmutzwasser weiterwäscht, verteilt den Dreck oft nur erneut über den Lack.
- Vorsicht bei Naturschwämmen. Sie nehmen kleine Schmutz- und Sandpartikel auf, die anschließend wie Schleifpapier wirken können.
- Felgenreiniger wirken oft sehr gut, sind aber teilweise recht aggressiv. Deshalb nicht länger einwirken lassen als vom Hersteller empfohlen.
- Hochdruckreiniger sind praktisch, aber kein Allheilmittel. Halte ausreichend Abstand und richte den Wasserstrahl nicht direkt auf Lager, Dichtungen, Elektrik oder die Kette.
- Besonders bei O-Ring-Ketten kann ein zu scharfer Wasserstrahl Fett und Schmierung aus Bereichen drücken, in die man später nur schwer wieder hineinkommt.
- Schlösser nicht unbedingt mit dem Reiniger einsprühen, weil sie das beschädigen kann

Kurz gesagt:
Nicht die Gewalt macht das Motorrad sauber, sondern die richtige Pflege.
🏍️🎥TOP 6 Fehler beim Motorradwaschen!
Sichtprüfung
Während des Waschens lohnt sich ein genauer Blick:
- Gibt es Roststellen oder Lackschäden?
- Sind irgendwo Öl oder eine andere Flüssigkeit zu sehen?
- Sind Schrauben locker?
- Gibt es beschädigte Kabel oder Leitungen?
Oft fallen solche Dinge beim Putzen schneller auf als bei jeder technischen Kontrolle.
Kette und Antrieb – die Kraftübertragung
Die Kette arbeitet meist unauffällig vor sich hin – bis sie Aufmerksamkeit verlangt. Deshalb lohnt sich vor Saisonbeginn ein kurzer Blick auf den gesamten Antrieb.
Prüft auch während der Sommersaison immer wieder einmal die Kettenspannung.
| Kettenspannung prüfen
Die Kette sollte weder zu straff noch zu locker sein. Beides erhöht den Verschleiß und kann das Fahrverhalten beeinträchtigen. Bei vielen Motorrädern ist die korrekte Kettenspannung auf der Schwinge angegeben. Fehlt diese Angabe, hilft ein Blick ins Handbuch. Für eine schnelle Kontrolle genügt oft die einfache Praxis-Methode: Drücke die Kette in der Mitte zwischen Ritzel und Kettenrad einmal nach oben und einmal nach unten. Die Strecke, die sie dabei zurücklegt, nennt man Kettenspiel. Je nach Motorrad liegt das zulässige Spiel häufig zwischen 25 und 35 mm, maßgeblich sind jedoch immer die Angaben des Herstellers. Ein Lineal oder Zollstock reicht für diese Kontrolle völlig aus. |
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Kurz gesagt:
Die Kette soll arbeiten können, aber nicht schlabbern.
Die Kette reinigen am besten mit einem Kettenreiniger und einer Reinigungsbürste und anschließend frisch schmieren – und denkt daran spezielles Motorradkettenöl zu nehmen, das bleibt länger haften als Kettenöle für Fahrrad und Motorrad
Nicht vergessen auch einmal einen Blick auf das Kettenrad und das Ritzel zu werfen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Zähne des Kettenrades. Sind sie spitz, hakenförmig oder erinnern an Haifischzähne, ist der Verschleiß bereits deutlich fortgeschritten.
In diesem Fall sollte der gesamte Kettensatz überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden. Eine neue Kette auf ein verschlissenes Kettenrad zu montieren spart selten Geld und sorgt meist nur dafür, dass die neue Kette ebenfalls schneller verschleißt.

Reifen & Luftdruck – unsere Verbindung zur Straße
Die Reifen sind die einzige Verbindung zwischen Motorrad und Asphalt. Alles, was wir lenken, bremsen oder beschleunigen, läuft am Ende über zwei handgroße Kontaktflächen. Grund genug, ihnen ab und zu etwas Aufmerksamkeit zu schenken.
Warum sollte man den Reifendruck regelmäßig kontrollieren?
Ganz einfach: Reifendruck, Reifenalter und Profiltiefe haben direkten Einfluss auf das Fahrverhalten unseres Motorrads.
Zu wenig Luftdruck fühlt sich oft schwammig an, verschlechtert das Kurven- und Bremsverhalten und kann den Verschleiß erhöhen. Außerdem steigt meist auch der Kraftstoffverbrauch.
Deshalb lohnt es sich, sich anzugewöhnen, den Luftdruck regelmäßig zu prüfen. Das dauert nur wenige Minuten und sorgt dafür, dass das Motorrad so fährt, wie es fahren soll.
🏍️🎥 Reifendruck richtig messen

Ein kurzer Blick auf den Reifen schadet ebenfalls nicht:
- Wie sieht die Profiltiefe aus?
- Gibt es Risse, Beschädigungen oder Fremdkörper im Reifen?
- Wie alt ist der Reifen eigentlich?
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 mm. Viele Biker wechseln jedoch schon früher, weil das Fahrverhalten – besonders bei Nässe – mit mehr Profil einfach besser ist.
Kurz gesagt:
Ein Motorrad kann nur so gut fahren, wie seine Reifen es zulassen. Der beste Fahrer, die beste Bremse und das beste Fahrwerk nützen wenig, wenn die Verbindung zur Straße nicht stimmt. 😸🏍️💙
🏍️🎥 Wann musst Du den REIFEN wechseln?
Öl & Flüssigkeiten, die Lebensversicherung für dein Motorrad
Unser Mechaniker-Engel sagt immer:
„Öl ist die Nahrung des Motors.“
Und je länger man Motorrad fährt, desto mehr merkt man, wie recht er damit hat.
Motoröl schmiert nicht nur die beweglichen Teile. Es hilft bei der Kühlung, schützt vor Verschleiß und transportiert Schmutzpartikel ab.
Deshalb lohnt es sich, den Ölstand gelegentlich zu kontrollieren und die Wechselintervalle des Herstellers einzuhalten.
Ein kurzer Blick ins Schauglas dauert nur wenige Sekunden – kann aber verhindern, dass aus einer kleinen Nachlässigkeit ein großer Schaden wird.
Ebenso solltest Du gelegentlich prüfen:
- Kühlmittelstand (bei wassergekühlten Motorrädern)
- Bremsflüssigkeit
- Kupplungsflüssigkeit (falls vorhanden)
- Und natürlich, ob irgendwo Flüssigkeiten austreten.
Oft fallen solche Dinge beim Putzen oder bei einem kurzen Rundgang ums Motorrad schneller auf als bei jeder technischen Kontrolle.
Kurz gesagt:
Gutes Öl kostet Geld. Ja – Aber: Ein Motorschaden kostet deutlich mehr.
🏍️🎥 ALLES zu MOTORÖL für Motorräder!
Noch ein Wort zum Warmfahren
Gutes Öl schützt den Motor nur dann optimal, wenn es seine Arbeit auch richtig machen kann.
Deshalb solltest Du Deinem Motorrad nach dem Start ein paar Kilometer Zeit geben, bevor Du hohe Drehzahlen abrufst oder den Motor stark belastest.
Gerade nach einer kalten Nacht braucht das Öl etwas Zeit, um sich vollständig zu verteilen und alle Bauteile optimal zu schmieren.
Das bedeutet nicht, dass das Motorrad minutenlang im Stand warmlaufen muss. Moderne Motoren werden beim Fahren schneller und gleichmäßiger warm.
Die ersten Kilometer einfach etwas entspannter angehen lassen – Dein Motor wird es Dir danken.
Kurz gesagt:
Erst warm werden lassen, dann Spaß haben.
Schrauben & Vibrationen – wenn sich Dinge selbstständig machen
Motorräder vibrieren. Manche mehr, manche weniger. Und genau deshalb lohnt sich ab und zu ein kurzer Blick auf die Dinge, die sich durch diese Vibrationen lockern können.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen:
- Spiegel
- Kennzeichenhalter
- Zusatzscheinwerfer
- Koffer- und Gepäckhalter
- Lenkergewichte
- Verkleidungsteile
- Zubehör aller Art
Gerade nach längeren Touren oder Fahrten auf schlechten Straßen kann sich hier und da einmal eine Schraube lockern.
Oft reicht ein kurzer Rundgang ums Motorrad. Wenn etwas klappert, wackelt oder plötzlich anders aussieht als sonst, lohnt sich ein genauerer Blick.
Kurz gesagt:
Eine Schraube, die heute leicht locker ist, kann morgen fehlen.
Licht & Elektrik – sehen und gesehen werden
Licht und Elektrik gehören zu den Dingen, die man meistens erst bemerkt, wenn etwas nicht mehr funktioniert.
Oft erfährt man sogar zuerst von anderen Verkehrsteilnehmern, dass ein Rücklicht oder Blinker ausgefallen ist.
Deshalb lohnt sich ab und zu ein kurzer Kontrollblick.
Prüfe gelegentlich:
- Abblendlicht
- Fernlicht
- Rücklicht
- Bremslicht
- Blinker
- Kennzeichenbeleuchtung
Gerade vor längeren Reisen, nach längeren Standzeiten oder nach dem Winter kann außerdem ein Blick auf die Batterie nicht schaden.

Schalter und Bedienelemente
Auch die kleinen Helfer sollten gelegentlich überprüft werden:
- Bremshebel
- Kupplungshebel
- Killschalter
- Seitenständer
- Hauptständer (falls vorhanden)
Alles sollte leichtgängig funktionieren und sich so bedienen lassen, wie man es gewohnt ist.
Kurz gesagt:
Licht kostet wenig Strom – kann aber im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.
🏍️🎥 Alles zur Batterie und Elektrik am Motorrad – 1000PS Schraubertipps

Winterpause – den Winterschlaf vorbereiten 🏍️

Nicht jeder fährt das ganze Jahr. Viele Motorräder verbringen die kalte Jahreszeit in Garage, Carport oder Halle und warten auf die ersten warmen Tage.
Mit ein wenig Vorbereitung startet das Bike im Frühjahr deutlich entspannter in die neue Saison.
Vor dem Einmotten: TÜV und Saisonkennzeichen prüfen
Wer mit Saisonkennzeichen unterwegs ist, sollte vor dem Winter einen Blick auf die TÜV-Plakette werfen.
Fällt der TÜV-Termin in die Ruhephase des Saisonkennzeichens, gibt es eine Karenzregelung. Die Hauptuntersuchung darf dann im ersten Monat nach Wiederzulassung nachgeholt werden.
Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die Fristen, damit im Frühjahr keine bösen Überraschungen warten.
Versicherung und Ruhephase
Während der Ruhezeit bleibt das Motorrad in der Regel weiterhin versichert.
Die sogenannte Ruheversicherung schützt das abgestellte Fahrzeug häufig gegen bestimmte Risiken wie Brand, Diebstahl oder Sturm.
Ein kurzer Blick in die eigenen Versicherungsunterlagen schafft Klarheit.
⛽ Tank und Kraftstoff
Vor längeren Standzeiten empfiehlt es sich, den Tank möglichst voll zu füllen.
Warum?
Je weniger Luft sich im Tank befindet, desto weniger Kondenswasser kann entstehen.
Besonders bei Metalltanks kann Feuchtigkeit langfristig Korrosion fördern.
Viele Fahrer geben zusätzlich einen Kraftstoffstabilisator hinzu. Dieser kann helfen, Alterungsprozesse des Kraftstoffs während längerer Standzeiten zu verlangsamen.
Kurz gesagt:
Ein voller Tank überwintert meist besser als ein halb leerer.
🛞 Reifen entlasten und richtig abstellen
Wer sein Motorrad mehrere Monate abstellt, sollte auch an die Reifen denken.
Steht das gesamte Gewicht monatelang auf derselben Stelle, können sogenannte Standplatten entstehen.
Ideal ist:
- Motorrad auf Hauptständer stellen.
- Vorder- und Hinterrad mit Montageständern entlasten.
- Alternativ den Luftdruck leicht erhöhen.
Wer keine Ständer besitzt, kann das Motorrad gelegentlich etwas vor- oder zurückrollen.
Kurz gesagt:
Reifen mögen Bewegung – auch im Winterschlaf.
Der richtige Winterplatz
Nicht jedes Motorrad braucht eine beheizte Garage.
Aber trocken sollte der Unterstellplatz möglichst sein.
Ideal sind:
✅ Garage
✅ Halle
✅ trockener Carport
Weniger geeignet sind:
❌ feuchte Keller
❌ dauerhaft nasse Unterstände
❌ Plätze mit starken Temperaturschwankungen und Kondenswasser
Noch einmal gründlich reinigen
Bevor das Motorrad in den Winterschlaf geht, sollte es sauber sein.
Schmutz, Insektenreste, Salzrückstände oder Bremsstaub greifen Lack, Metall und Kunststoff über Monate hinweg an.
Deshalb:
- Motorrad gründlich waschen
- Felgen reinigen
- Lack trocknen
- Chrom- und Metallteile pflegen
Kette reinigen und konservieren
Die Kette sollte vor dem Winter nicht schmutzig eingelagert werden.
- Kette gründlich reinigen
- Kettenrad und Ritzel kontrollieren
- Anschließend frisch schmieren
Das schützt vor Korrosion und sorgt dafür, dass im Frühjahr alles sofort einsatzbereit ist
. 🔋 Batterie – Energie für den Neustart
Nichts ist ärgerlicher, als im Frühjahr voller Vorfreude den Schlüssel umzudrehen und nur ein müdes Klacken zu hören.
Deshalb lohnt sich vor dem Einmotten ein kurzer Blick auf die Batterie.
Was solltest Du tun?
- Ladezustand prüfen.
- Die Batterie möglichst vollständig aufladen.
- Bei längeren Standzeiten die Batterie ausbauen oder an ein geeignetes Erhaltungs- bzw. Ladegerät anschließen.
Moderne Ladegeräte überwachen den Ladezustand selbstständig und verhindern eine Überladung.
Bei älteren Batterien zusätzlich prüfen:
- Säurestand bzw. Batteriewasser kontrollieren.
- Falls notwendig nur mit destilliertem Wasser auffüllen.
Normales Leitungswasser gehört nicht in die Batterie, da enthaltene Mineralien die Lebensdauer verkürzen können.
Kurz gesagt:
Eine halbe Stunde Batteriepflege im Herbst erspart oft viel Ärger im Frühjahr.
💡 Kleiner Praxistipp:
Viele Biker bauen die Batterie gar nicht aus, wenn das Motorrad in einer trockenen Garage steht und Strom vorhanden ist. Dann wird einfach das Ladegerät angeschlossen und die Batterie überwintert im Motorrad.
Steht das Bike dagegen in einer kalten Garage ohne Stromanschluss, kann der Ausbau sinnvoll sein.
✨ Lack und Oberflächen schützen
Nach der gründlichen Reinigung lohnt es sich, dem Motorrad noch etwas Schutz für die Wintermonate mitzugeben.
Ein Lackschutz oder eine Konservierung schützt Lack, Metallteile und viele Oberflächen vor Feuchtigkeit und Korrosion.
Viele Biker schwören dabei auf klassische Pflegemittel, andere nutzen spezielle Konservierer. Und mancher Mechaniker greift seit Jahrzehnten zu einem altbekannten Helfer:
Ballistol.
Das ursprünglich als Waffenöl entwickelte Pflegemittel wird von vielen Motorradfahrern zum Schutz von Metallteilen, Schrauben, Chrom und anderen empfindlichen Oberflächen verwendet.
Natürlich gehört es nicht auf Kette, Bremsscheiben, Reifen oder Bremsbeläge – aber an den richtigen Stellen kann es einen guten Korrosionsschutz bieten.
Kurz gesagt:
Was im Herbst geschützt wird, sieht im Frühjahr meist deutlich besser aus.
🏍️ Abdecken – aber richtig
Ist das Motorrad sauber, gepflegt und bereit für den Winterschlaf, darf es zugedeckt werden.
Dabei gilt:
- Eine weiche Motorradhaube verwenden.
- Bei empfindlichen Lacken kann zusätzlich ein weiches Vlies oder Tuch unter der Haube sinnvoll sein
- Die Abdeckung sollte möglichst atmungsaktiv sein.
- Die Abdeckung sollte möglichst atmungsaktiv sein.
Denn eingeschlossene Feuchtigkeit richtet oft mehr Schaden an als die Kälte selbst.

🌬️ Wenn das Motorrad draußen überwintern muss
Nicht jeder hat eine Garage oder Halle.
Steht das Motorrad im Freien, solltest Du besonders auf einen sicheren Standort achten.
- Fester Untergrund
- Windgeschützter Platz
- Gute Abdeckung
- Motorrad möglichst gegen Umfallen sichern
Starke Herbst- und Winterstürme haben schon so manches Motorrad auf die Seite gelegt.
Ein zusätzliches Sicherungsband oder ein geschützter Standort können hier viel Ärger vermeiden.
Kurz gesagt:
Das Motorrad soll den Winter überstehen – nicht den nächsten Sturm testen. 😄🏍️
🏍️🎥 Motorrad richtig einwintern – Das musst du tun!

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❄️ Winterfahrer – für alle, die nicht einmotten
Nicht jeder stellt sein Motorrad im Herbst weg. Viele fahren auch bei niedrigen Temperaturen weiter. Dann ändern sich allerdings einige Pflegemaßnahmen.
Salz ist der größte Feind
Nach Fahrten auf gesalzenen Straßen sollte das Motorrad möglichst zeitnah abgespült werden.
Salzrückstände greifen Metall, Schrauben, Lack und elektrische Verbindungen an.
Am besten mit kaltem oder lauwarmem Wasser reinigen.
Heißes Wasser kann Schmutz und Salz teilweise noch tiefer in Spalten und Hohlräume transportieren.
Korrosionsschutz
Unlackierte Metallteile, Schrauben, Motorblock und Auspuff profitieren im Winter von zusätzlichem Schutz.
Hier kommen spezielle Korrosionsschutzmittel oder säurefreie Schutzöle zum Einsatz.
Kettenpflege
Im Winter braucht die Kette deutlich mehr Aufmerksamkeit als im Sommer.
Streusalz, Feuchtigkeit und Schmutz greifen die Kette massiv an.
Deshalb:
- häufiger reinigen
- häufiger schmieren
- nach Regenfahrten besonders kontrollieren
Reifendruck häufiger prüfen
Kalte Luft besitzt ein geringeres Volumen.
Dadurch sinkt mit fallenden Temperaturen häufig auch der Reifendruck.
Gerade im Winter sollte deshalb etwas öfter kontrolliert werden.

Batterie beobachten
Viele kurze Fahrten mit Licht, Heizgriffen und Zusatzverbrauchern belasten die Batterie stärker als lange Sommertouren.
Wer hauptsächlich Kurzstrecken fährt, sollte den Ladezustand gelegentlich kontrollieren
Kurz gesagt:
Winterfahren ist kein Problem. Salz und Vernachlässigung sind das Problem.
und schließlich
Vergiss dich selbst nichtNicht nur das Motorrad braucht einen Saisoncheck, auch Deine Ausrüstung
Prüfe ab und an den Helm auf Beschädigungen, reinige die Polster, pflege Dein Visier, prüfe die Gängigkeit des Visiers.
Schau Dir Nähte, Reisverschlüsse und Taschen Deiner Kleidung an und prüfe, ob die Protektoren richtig sitzenPrüfe auch die Handschuhe und Stiefel auf Verschleiß. Denn am Ende fährt nicht nur das Motorrad in die Saison – du fährst mit.
Reinige und fette Deine Lederkleidung ein, imprägniere Deine Ausrüstung.

