Bremsen – was macht eigentlich welche Bremse?

Am Motorrad hast du drei Arten zu bremsen:

🫸  Motorbremse

🫸  Hinterradbremse

🫸  Vorderradbremse

Und jede hat ihren eigenen Job.

Die Motorbremse

Die Motorbremse ist meistens dein erster Schritt.

Wenn du Gas wegnimmst und runterschaltest, wird das Motorrad schon langsamer, ohne dass du stark bremsen musst.

Das macht die Fahrt ruhiger und stabiler.

Gerade vor Kurven  ist das oft der entspannte Weg:

erst Gas weg, ruhig verzögern, eventuell einen Gang runterschalten, Linie anschauen, dann

sauber anfahren und einlenken. Mit der Motorbremse bleibt dir das Vorderrad flexibel, weil die Gabel nicht eintaucht.

Die Hinterradbremse

Die Hinterradbremse ist eher die ruhige „Arbeitsbremse“ . Du brauchst sie:

🏘️ im langsamen Stadtverkehr,

⛰️ beim Anfahren am Berg,

↪ inengen Kehren,

↩ beim langsamen Abbiegen,

oder um die Geschwindigkeit leicht zu korrigieren.

Sie beruhigt das Motorrad. Das Vorderrad bleibt flexibel und die Gabel taucht nicht ein.

Aber Achtung: zu plötzliches und zu starkes Bremsen kann das Hinterrad blockieren und das willst du nicht.

Gerade langsam gefahrene Kurven werden oft stabiler, wenn man hinten leicht mitbremst. Oder abschüssige Serpentinen werden mit der Hinterradbremse angebremst.

Hier arbeiten meist Motorbremse und Hinterradbremse zusammen bzw. ergänzen sich.

 

✋ Die Vorderradbremse

Die meiste Bremskraft liegt vorne.

Wenn dunwirklich stärker runterbremsen oder stehen bleiben  musst, brauchst du die Vorderradbremse in Zusammenspiel mit der Hinterradbremse.

Aber: niemals hektisch zupacken! Stell dir vor, du drückst einen Gummiball zusammen. Langsam, aber stetig Druck erhöhen, bis die Bremswirkung erreicht ist.

Je stärker die Vorderradbremse greift, desto mehr Gewicht geht nach vorne, die Standrohre tauchen ein und Lenkung wird unflexibel, aber desto stärker bremst das Motorrad.

Auch hier arbeitendie Bremsen zusammen. Deshalb beide Bremsen gefühlvoll betätigen. Da du bei der Vorderradbremse automatisch vom Gas gehst, unterstützt auch die Motorbremse die Bremswirkung.

Deshalb: ruhig aufbauen, nicht erschrecken, nicht verkrampfen.

Noch ein Tipp zum Anfahren am Berg: rechtes Bein auf die Fußbremse,

( Wenn Du im Leerlauf bist, kurz Handbremse, Bein wechseln, Gang einlegen)    Dann wieder rechtes Bein auf Fußbremse, Motorrad mit der Fußbremse halten.

Dann beim Anfahren langsam Kupplung kommen lassen und gleichzeitig mit dem Gas die Drehzahl etwas erhöhen bis du merkst, dass die Maschine vorwärts will, dann langsam die Fussbremse lösen.

Probier’s ruhig an einem kleinen Hügel, du wirst sehen, dass es klappt.

Und wenn wir schon am Berg sind. Wie wendet man da eigentlich?

 

Wichtig beim Wenden am Hang ist, das Bergbein stützt das Motorrad!