Eigentlich liebt fast jeder Motorradfahrer Kurven.
Aber am Anfang fühlen sie sich oft unsicher an — und das ist völlig normal. Viele Anfänger lenken zu früh ein.
Dadurch wird die Kurve plötzlich enger, man wird hektisch und verliert die Ruhe. Deshalb:
Schau nicht auf den gedachten Verlauf der Kurve.
Je mehr Straße du sehen kannst, desto weiter dreht sich automatisch dein Kopf mit — und damit kommen Haltung, Linie und Ruhe oft fast von allein.
Gerade in Linkskurven passiert häufig derselbe Fehler: Da kommt ein Auto entgegen — und plötzlich schaut man nur noch auf das Auto, den Straßenrand oder die Leitplanke.
Aber genau dahin zieht es das Motorrad dann oft auch.
Deshalb:
Du musst wissen, dass da etwas ist.
Aber dein Blick bleibt auf Fahrbahn — auf dem sichtbaren Ende der Straße, die DU fährst.
❌ Nicht auf der Gegenfahrbahn.
❌ Nicht auf dem Rand.
❌ Nicht auf dem Hindernis.
Das Motorrad folgt meistens deinem Blick.
Mit einem leichten Druckauf die Lenkerseite der Kurve hilfst du dem Motorrad, sich in die Kurve zu neigen. Das nennt man Lenkimpuls geben.
Und noch etwas Wichtiges: Fahr die Kurve immer in Tempo.
Es wird immer Fahrer geben, die schneller sind oder an dir vorbeiziehen.
Lass dich davon nicht unter Druck setzen.
Wer ruhig und sauber fährt, lernt schneller als jemand, der aus Angst versucht mitzuhalten. Und glaub uns: Fast jeder Motorradfahrer hatte am Anfang genau dieselben Gedanken.


