WAS VERSTEHT MAN EIGENTLICH DARUNTER
und warum heißt das Blickführung??
Nun, wenn du deinen Fokus mit den Augen auf den Verlauf der Straße lenkst, dreht sich dein Kopf. Dem folgen Hals- und Rückenwirbel und schließlich die Hüfte. Dadurch verändert sich dein Schwerpunkt. Außerdem siehst du frühzeitig, wo es hingeht, und kannst dich darauf einstellen und reagieren.
Dein Blick führt deinen Kopf, dein Kopf führt deinen Körper – und damit führst du dein Bike.

Deshalb: Schau nicht direkt vors Vorderrad — schau weit voraus und sehe den Verlauf der Straße.
Das gilt auch für Kurven. Du erkennst die Richtungstafeln in den Kurven früh, die den Verlauf der Kurve anzeigen, wenn du weit vorausschaust. Je enger sie stehen, desto enger ist der Verlauf der Kurve. Auf der Landstraße braucht man die dynamische Blickführung
Also: Schau auf das sichtbare Ende deiner Fahrbahn.
Dein Kopf bewegt die Wirbelsäule, der Schwerpunkt ändert sich und das Motorrad folgt. Also…nicht auf den Straßenrand oder Gegenverkehr starren, sondern deinen Weg sehen. Deine Spur.
Schau immer dahin, wo du hinfahren willst. In Kehren hilft es, den Kopf früh mitzudrehen und durch die Kurve zu schauen.
Und noch etwas: Am Anfang hat fast jeder das Gefühl, dass Kurven viel schneller enger werden als gedacht.
Das wird besser.
Mit jedem Kilometer.
