REGELN BEI EINER GRUPPENFAHRT
Ja, auch hier gibt es Regeln. Sie sind zur Sicherheit der Mitglieder der Gruppe wichtig. Alle, die die Tour machen wollen sicher ankommen und die Tour genießen. Das geht aber nicht, wenn man nicht aufeinander Rücksicht nimmt und aufeinander aufpasst.
Regeln sind keine Schikane.
Sie sorgen dafür, dass auch Fahrer mit unterschiedlicher Erfahrung, verschiedenen Motorrädern und unterschiedlichem -Tempo sicher miteinander unterwegs sein können. Gute Gruppenfahrten erkennt man nicht daran, wie weit oder wie schnell gefahren wird, sondern daran, wie entspannt alle ankommen.
Genau dafür gibt es sie:.
1. Die Schwachen vorne, die starken hinten
Setzt sich die Gruppe aus verschiedenen Motorradklassen zusammen oder aus Anfängern und alten Hasen, wird diese Regel wichtig.
Warum die Unerfahrenen und Schwachen vorne fahren hat den einfachen Grund, dass jemand mit wenig Erfahrung sich in erster Linie auf seine Fahrt konzentrieren können muss. Hinter dem Tourguide ist das leichter möglich als am Ende der Gruppe. Die kleineren, leistungsschwächeren Maschinen müssen nicht ständig hinter dem Tross her hetzen, wenn sie direkt hinter dem Guide herfahren, weil dieser das Tempo an die schwächsten Mitglieder angepasst vorgibt.
Die leistungsstärkeren Motorräder haben kein Problem, aufzuschließen, daher werden sie hinten eingeteilt. In der Regel haben sie auch Erfahrung mit Touren in größeren Gruppen.
2. Versetzte Formation
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3. In der Gruppe versetzt fahren
🏍️🎥In der Gruppe versetzt fahren
Die versetzte Formation gibt jedem Fahrer in der Gruppe genug Raum, um eventuell seitlich einem Hindernis ausweichen zu können und sichert den Abstand zum Vordermann, damit genug Platz für den Bremsweg für jeden sichergestellt bleibt
in der Kurve löst sich die versetzte Formation auf, damit jedes Mitglied seine Linie fahren kann, ohne eingeschränkt zu werden. Auch hier ist Sicherheit und Rücksichtnahme der Grund für dieses Vorgehen

An einer Ampel oder Kreuzung rückt die versetzte Formation auf zur geschlossenen Formation, damit keine Lücken beim Anfahren und Überqueren der Kreuzung oder Ampel entstehen.

4. kein Überholen in der Gruppe
Innerhalb der Gruppe wird nicht überholt. Warum? Jeder Fahrer hat einen Sicherheitsabstand von ca 10m. Das ist nicht viel auf der Landstraße. Überholt jetzt einer aus der Gruppe ohne Absprache (z.B. der Blocker beim Wiederaufschließen) oder drängelt sich vor, so nimmt er einem anderen Mitglied den Sicherheitsabstand nach vorne oder zur Seite und setzt ihn damit unnötigen Gefahren aus. Will man seinen Platz ändern, bespricht man dies schon aus Rücksicht auf die anderen mit dem Tourguide in einer Pause. Dieser informiert die Gruppe und teilt sie neu ein.
5. Tourguide informieren
Das gilt auch für alle anderen Befindlichkeiten während der Tour. Klar – manchmal fordert die Natur ihr Recht und man muss austreten, oder an der Kombi zwickt etwas, man muss vielleicht eher als geplant eine Pause einlegen, weil man merkt, dass die Konzentration nachlässt. All das kann bei einer langen Tour vorkommen und ist normal. Aber – da man nicht alleine unterwegs ist – sollte man nicht einfach ausscheren. Entweder man gibt seinen Wunsch über das Intercom an den Tourguide weiter, der dann einen Parkplatz anfährt oder eine Tankstelle oder per Handzeichen (Kapitel Kommunikation in der Gruppe)
6. Zeichen/Informationen weitergeben
Der Tourguide entdeckt einen Sandfleck und weist mit dem Linken Arm auf die Gefahrenstelle hin oder er hebt den Arm und zeigt an, dass die Gruppe halten wird – diese Zeichen müssen für die anderen weitergegeben werden, damit sie auf die Gefahrenstelle oder den nächsten Stopp vorbereitet sein können. Das verlangt schon die Rücksichtnahme auf den anderen auch, wenn man sich im Gruppenchat über das Intercom befindet. Manchmal geht der Warnhinweis im Chat unter und da kann die Weitergabe des Handzeichens einen Unfall vermeiden.
Ganz allgemein empfiehlt es sich, im Gruppenchat eine gewisse Funkt Disziplin einzuhalten, damit Hinweise des Tourguide oder Anfragen anderer Gruppenmitglieder nicht überhört werden.
7. Auf den Hintermann achten, den Vordermann im Blick
Wer seinen Hintermann längere Zeit nicht mehr im Spiegel sieht, reduziert das Tempo oder informiert den Tourguide beim nächsten Halt. Eine Gruppe fährt nicht nur nach vorne – sie achtet auch nach hinten.
Nach Kreuzungen oder Kreisverkehren ist es wichtig, wenn ein Blocker benannt wurde, diesem durch rechts fahren Platz zu machen, damit er nicht auf die Gegenfahrbahn fahren muss und erst nachdem er passiert hat, wieder aufzufächern. Auch hier ist der Spiegelblick wichtig und notwendig.
Was auch oft vorkommt ist, dass man den Hintermann informiert, wenn dieser beispielsweise seinen Blinker nach dem Abbiegen nicht deaktiviert hat. Das kommt öfter vor, als man denkt. Manchmal zeigt einem das nicht der Vordermann, sondern der hinter einem fahrende an. Wenn dieser also die linke Hand ausgestreckt auf und zu macht, dann sollte man seinen Blinker kontrollieren.
8. zusammen losfahren / zusammen ankommen
Wenn man in der Gruppe fährt, entscheidet man sich auf ein gemeinsames Erlebnis. Da ist es einfach auch notwendig mit Respekt und Rücksichtnahme zur Tour zu kommen. Es sollte selbstverständlich sein, dass man vollgetankt, pünktlich und ausgeruht zum Treffpunkt kommt, während der Tour nicht die Gruppe verlässt, sich an die Regeln hält und auf seine Mitfahrer achtet.
🏍️🎥 Die 14 größten No-Gos beim Motorradfahren in der Gruppe
Wir fahren gemeinsam und kommen gemeinsam an



